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jngspitz-Nordostwand direkt
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Michel Piola , Vernier
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Die ca. 600 m hohe Nordostwand des Kingspitz ( Engelhörner , BO )
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Dring ... dring ...
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Dring ... dring ...
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los , auf !
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Da ich dieses Massiv in den Berner Alpen noch nicht kenne , kann ich mir nur ausmalen , was es wohl mit dieser fast 600 Meter hohen Kalkwand auf sich hat , die in einer Region liegt , in der es nur wenig Wände von dieser Art und Ausdehnung gibt ( natürlich abgesehen von der 1650 Meter hohen Eigernordwand ) .
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Und wie wird die Qualität des Gesteins sein ?
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Die von M.Lüthy , H.Haidegger und H.Steuri 1938 eröffnete klassische Route der Nordostwand geniesst einen besonderen Ruf :
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Im Führer ist von einem im ganzen guten Fels die Rede , dann wird aber präzisiert , dass es sich um eine dolomitenähnliche Wand handelt und darum gewisse Vorsichtsmassnahmen nötig sind , vor allem , wenn sich andere Seilschaften in der Route befinden .
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Zudem , und das wird unser Hauptproblem sein , werden wir uns beeilen müssen , denn Daniel wird morgen abend in Bern zurückerwartet .
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Das Rennen gegen die Uhr hat begonnen !
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Schon Bern .
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In dieser Menge , zwischen einer nach billigem Parfum duftenden Sekretärin und zwei sehr ( zu ? ) dynamischen Kaderleuten , kann ich nicht anders , als mit meinem Rucksack in der von der Menge bestimmten Richtung zu treiben und dabei zu hoffen , das Gedränge möge ein wenig nachlassen und mir eine Chance geben , zu entwischen und Daniel zu treffen - aber wo eigentlich ?
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Zum Glück wird der Menschenstrom langsam etwas dünner , das Vorankommen ein bisschen leichter , und ich habe gerade noch Zeit , ein Stück einer roten Hose und einen Trek-kingschuh zu entdecken , die um eine Treppenecke verschwinden .
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Es ist wirklich Daniel !
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Wir steigen in seinen kleinen Wagen , um den Ausgangspunkt unserer Unternehmung zu erreichen , den Parkplatz oberhalb Rosenlaui , kurz hinter Meiringen .
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Wir entscheiden uns für diese zweite Lösung , einerseits aus finanziellen Gründen , dann aber auch , weil wir meinen , es sei heutzutage wichtig , Kletterer zu grösserer Verantwortung im Gebirge zu veranlassen .
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Mancher wird sich wundern , dass wir nach dem Gesagten nicht weniger als 58 Bohrhaken in der Route beliessen .
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Ganz besondere Aufmerksamkeit muss in dieser Hinsicht dem Problem eines Sturzes auf den Boden und des möglichen Anpralls gegen eine Besonderheit im Gelände ( z. B. gegen eine Ver-schneidungswand oder von einem Überhang auf eine geneigte Platte ) gewidmet werden .
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Nachdem diese Probleme gelöst sind , müssen wir nur noch unsere Lasten so ordnen , dass sie dem Aufnahmevermögen unserer Rucksäcke entsprechen , und dann mit munterem Schritt den herrlichen Weg zur Engelhornhütte in Angriff nehmen .
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Es ist 11 Uhr vormittags .
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Ende des ersten Aktes Über die Kletterei selbst ist eigentlich wenig zu sagen , ausser dass wir am Anfang des Nachmittags die Besteigung des Sockels der klassischen Route von 1938 bis zum Beginn des ersten steilen Aufschwungs ( etwa 100 Meter über dem Wandfuss ) in Angriff nehmen .
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Nachdem wir zweieinhalb Seillängen in diesem merkwürdigen Felsband geklettert sind , können wir uns nach rechts wenden , um den Anfang der zentralen Zone grauer Platten zu erreichen , eine grossartige kompakte Rutschbahn , die eine anhaltende , schwierige und technisch anspruchsvolle Kletterei verheisst .
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Die Engelhornhütte besitzt noch den etwas altmodischen , aber so liebenswerten Reiz einer echten Berghütte , die von unmässigen Vergrösserungen und Modernisierung verschont geblieben ist .
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Der Bau hat bescheidene Ausmasse , die Schlafräume sind merkwürdig ineinandergeschachtelt , und die Küche bildet einen Teil des Aufenthaltsraumes , der dadurch eine gewisse gesellige Note erhält .
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Samstag , 10. September 1988 :
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zweiter Akt Während wir am Vorabend allein in der Wand waren , gibt es heute mehr als zehn Seilschaften , Anwärter auf die klassische Route . Das bestärkt uns in unserem Entschluss , den Heim zu tragen .
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Es sei noch bemerkt , dass wir an Stand 5 und Stand 7 zu unserer Überraschung uns unbekannte alte Reihen von Haken und Bohrhaken gekreuzt haben , zwei einstige Routenführungen , die sich offensichtlich zu unserer Linken fortsetzen .
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Eine letzte Verschneidung , eine letzte abdrängende Stelle , und wir sind wieder in der Nähe der klassischen Route , am Ende der Schwierigkeiten und wenig unterhalb des Gipfels . Dort erleben wir die Überraschung - sie ist gegenseitig - , unsern Freund Kaspar Ochsner zu treffen , den grossen Spezialisten dieser Region ( Kaspar hat zahlreiche , sehr schöne Routen gerade gegenüber , am Simelistock , eröffnet ) .
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Route <Trumpf-könig> .
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AS-/ 550 m / Passagen 6b zwingend / 6c in Freikletterei .
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Sehr interessante Kletterei , besonders in der mittleren Zone , die ein gewisses Engagement verlangt und den Charakter einer grossen Kalkwand bietet .
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Abseilen von Stand 13 ( 45-m-Seile ; maillons rapides vorhanden ) oder vom Gipfel über die Westflanke Erstbegehung :
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Helvetiaplatz 4 , 3005 Bern , Telefon 031/433611 , Telefax 031/446063 .
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Publikationenchef CC Gotthard 1989-1991 Dr. Hansjörg Abt , Telefon 01/2581261 , Telefax 01/251 4424 .
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Druck und Expedition Stämpfli + Cie AG , Postfach , 3001 Bern , Telefax 031/240435 , Postscheck 30-169-8 .
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Blick vom Hochland auf die Gipfel der Cordillera Blanca ( Peru ) Photo :
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Monatsbulletin Fr. 2.- .
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Nachdruck :
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Zugeschickte Beiträge :
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Beiträge jeder Art und Bildmaterial werden gerne entgegengenommen , doch wird jede Haftung abgelehnt .
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Beglaubigte Auflage :
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71 176 Exemplare .
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Unsere Erfahrung war sehr gering , unsere Ausrüstung rudimentär , unsere Begeisterung dagegen ansteckend und unsere Entschlossenheit ohne Fehl .
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Hatten wir nicht im vergangenen Sommer das Finsteraarhorn bestiegen , und würden wir nicht in einigen Monaten zum Montblanc und zum Matterhorn zurückkehren ?
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Andere dagegen zwingen durch immer neue Hindernisse zu vielfachen Versuchen , so dass man sich am Ende von ihnen verabscheut fühlt ; es scheint , als hause ein böser Geist im Berg .
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Es gibt noch eine dritte Art , deren Vertreter sich zunächst in einem freundlichen Licht zeigen , dann aber einen üblen Trick bereithalten , eine Art coup de Jarnac , einen heimtückischen Streich , der die Fähigkeiten des Kletterers auf eine harte Probe stellt .
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Etwas höher , in der Nähe des Windjochs , musste die Tour dann wegen überreichlicher Neuschneemengen ein Ende finden .
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Bei der Abfahrt sind die beiden mutigen Gesellen offenbar ihrer eigenen Spur auf etwa zehn Zentimeter genau gefolgt , denn André stürzte in dasselbe Loch und hing dort an seinen quer in der Spalte verklemmten Ski !
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Drei Jahre später , am ZinalRothorn , fand André sozusagen vor meinen Augen bei einem unglücklichen Pendelsturz von rund zehn Metern , in einer Passage ohne Schwierigkeit , den Tod .
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Wenn ich aber glaube , was Livanos über den grossen Riccardo Cassin gesagt hat , so genügt es nicht , auf das Glück zu warten , man muss es auch mit der nötigen Entschiedenheit herbeirufen .
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Erinnern sich diejenigen , die uns damals geholfen haben , noch an den 12. August 1973 ?
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Äusserst tüchtige Retter von der Air-Zermatt , Bergführer und Alpinisten , deren Namen ich nicht kenne ( mit Ausnahme von Alain Junod und Denis Berger , Sektion Diablerets , die den Alarm auslösten ) , denn ich habe in dem Durcheinander des Geschehens nicht daran gedacht , sie danach zu fragen .
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Ein schändlicher Streich Die Genfer haben ihre eigenen Gewohnheiten , das sei ohne die geringste Anspielung auf den etwas abgenutzten Witz gesagt , mit dem die Miteidgenossen die Redeleistung und das ewig mäklige Temperament der Leute vom Ende des Genfersees mit dem Umfang ihrer Stimmorgane in Verbindung bringen .
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Am Freitag stiegen acht der Muntersten zur Mischabelhütte auf , was andere Alpinisten und sogar einige Führer veranlasste , ebenfalls aufzusteigen .
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Am nächsten Tag waren wir fünf , die auf das Nadelhorn wollten .
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Ich führte die folgende , unterstützt von Paul Delisle , dem getreuen Gefährten unzählbarer Unternehmungen im Gebirge . Zwischen uns hatten wir ein neues Mitglied .
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Er richtet unvermutet eine Frage an mich :
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( Wenn ich falle , hältst du mich dann?> - <Du kannst es immerhin versuchen ! )
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Fünf Trockensprit-Kocher stehen sofort in einer Reihe auf dem Tisch , um Schnee zu schmelzen .
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Wütend fährt der Hüttenwart dazwischen :
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( Löschen Sie die sofort , das ist gefährlich ! )
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( Gut , ich mache Ihnen Wasser ) .
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Während des Blick vom Gipfel des Ulrichshorns auf Nadelhorn , Stecknadelhorn und Höhberghorn Abends lässt sich der Zerberus zu dem Geständnis hinreissen :
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( Wissen Sie , ich mag die Romands nicht leiden , nur die Deutschen und die Deutschschweizer . )
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Wirklich !
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Wir begannen fast so etwas zu ahnen !
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Eine sehr kritische Situation Nachdem ich das Nadelhorn von der Saaser Seite bestiegen hatte , schien es mir angezeigt , dasselbe auch von der Seite von Ried aus zu tun .
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Die Lektüre des Guide des Alpes valaisannes hatte mich begeistert .
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Es ging gewissermassen darum , nach André Berneys Fehlschlag die Herausforderung anzunehmen und der Spur des so früh verstorbenen Gefährten meiner Anfänge wieder zu begegnen .
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Der Plan interessierte Jean-Luc Amstutz .
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Für einmal ging es nicht um Kletterei , sondern um reinen Alpinismus .
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Mir lag daran anzukommen .
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Sobald wir angekommen waren , den Band durchzublättern und Andres schon sieben Jahre alte Eintragung zu finden , war Sache eines Augenblicks .
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Ich hatte noch die Möglichkeit , die Geschichte sehr viel weiter zurück zu verfolgen : Auf den in den dreissiger Jahren gefüllten Seiten standen die Namenszüge berühmter Bergführer , Josef Knubel und Franz Lochmatter .
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Er sollte sehr schnell über das Ausmass meiner Kompetenz belehrt werden , denn eine ordentliche Schicht frischen Schnees hatte den ganzen Hang bedeckt , den Bergschrund verschwinden lassen und über Hunderte von Metern , bis ins Unendliche , alles nivelliert .
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Plötzlich ist alles um mich her weiss , als sei mein Kopf in einen Sack Mehl oder ein Federbett getaucht .
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Wir waren mit straffem Seil gegangen .
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Wenn ich so tief fallen konnte , dann , weil ich aus einem unverständlichen Grund Jean-Luc nachgezogen hatte .
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Aber nein , sie lässt mich vollkommen gleichgültig , wie irgendetwas Belangloses .
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Ich habe das Gefühl , meinen eigenen Sturz mitzuerleben , ohne wirklich beteiligt zu sein , die verschiedensten Eindrücke wahrzunehmen , die zu schnell aufeinanderfolgen , als dass ich sie zu einem zusammenhängenden Ganzen verbinden könnte .
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Eine Art Persönlichkeitsspaltung , ein unbekümmertes Gefühl , in der Luft zu treiben , keine Geste der Gegenwehr .
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Doch das wäre eine zu weitgehende Interpretation .
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Ich war ganz einfach eine Sekunde lang wie erstarrt , und jetzt ist es zu spät , um noch irgend etwas zu versuchen .
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Der Rucksack fängt einen Teil des Schlages ab , ein praktisch abgerissener Tragriemen wird das später zeigen .
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Ohne den Sack wäre ich nach meinem Sturz auf den Rücken vielleicht nicht mehr aufgestanden .
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Alles ist grau und unscharf .
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Endlich sehe ich klar , aber die Umgebung ist unheimlich :
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grünliche , bestürzende Eiswülste , Bahnen von Faulschnee , bergwärts schwärzlicher Fels .
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Hinaus , und schnell !
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Er ist anderthalb Meter unter mir in einem Loch hängengeblieben .
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<Seil geben ! )
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Ich hatte vergessen , dass Töne aus einer verdeckten Spalte nicht hinausdringen .
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Aber könnte schliesslich der Idiot da oben nicht mal kommen und nachsehen ?
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Ein verzweifelter Entschluss :
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Im letzten Moment greife ich das unentbehrliche Werkzeug und kehre in eine vernünftigere Position zurück .
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Yoga , von mir aus , aber bitte auf dem Teppich !
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Ganz ehrlich , ich wäre sehr traurig gewesen , hätte ich diesen Pickel verloren , den mir Pierre Bovier , der letzte Schmied von Evolène , nach Mass gemacht hatte .
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Der Stiel war mir einmal gebrochen . Er wurde in Chamonix durch die Hilfe des Papa Moser ersetzt , des Mitbegründers eines für die Herstellung von Bergsteigermaterial berühmten ( heute leider verschwundenen ) Hauses , in dem er der Spezialist ( der letzte ) für hölzerne Pickelstiele geworden war .
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Was ich an diesem Tag gerettet habe , ist weit mehr als ein einfacher Pickel , es ist eine Reliquie der Handwerkskunst .
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Ein heftiger Kampf , Verklemmen und Verstemmen ( die ebenfalls überhängende bergseitige Lippe des Bergschrundes ist näher gekommen ) , dann tauche ich , von der Sonne geblendet , mit halbem Körper auf , die Arme auf den Rand des Loches gestützt .
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Etwa ein Dutzend Meter weiter unten hat sich Jean-Luc , in perfekter Sicherungsposition und mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen , festgesetzt . Mir tönt eine seiner prächtigen Bemerkungen entgegen :
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Wieder unterwegs , als sei nichts geschehen , wende ich mich zurück , um eine günstigere Passage zu suchen , und fühle mich plötzlich von einer übermächtigen Müdigkeit zu Boden gedrückt , meine Beine sind bleischwer .
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Jean-Luc hat das bereits begriffen und übernimmt die Seilführung für den Rückweg .
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Das stimmt weiss Gott , und da mich die Affäre zudem sehr ermüdet hat , muss ich , wenn auch widerwillig , zugeben , dass die Angelegenheit für heute erledigt ist .
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Ein mühelos revidiertes Urteil . Auf den Tag genau eine Woche später wurde die Bordierhütte durch einen Brand ( war die Gasbeleuchtung schuld ? )
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Also musste der Schlachtplan umgestossen und der Feind von hinten attackiert werden , das heisst , wir mussten das Nadelhorn von der Mischabelhütte aus traversieren und anschliessend über die Route absteigen , die wir uns für den Aufstieg vorgenommen hatten .
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Übrigens , verlangt nicht ein alter militärischer Grundsatz , die Höhen zu behaupten , um die Oberhand zu behalten ?
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Auf einer Seite der Halle befinden sich Waschräume , Duschen und Toiletten mit Wasserspülung , ein Luxus in dieser Höhe ( 3300 m ) ;
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Trotz des Zustroms an Besuchern wurde uns zum Nachtessen ein richtiges Menü serviert , und das zu einem für diese Höhenlage sehr annehmbaren Preis , dazu alle gewünschten Getränke .
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Und nun der Nadelgrat !
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Zwei Seillängen in einem ziemlich steilen Eisstück - die erste eine horizontale Traverse , um einige Felsen zu umgehen - bringen uns auf den richtigen Weg am Fuss eines kleinen , vergnüglich zu überquerenden Felszackens .
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Aber was soll ich mit meinem Namen sagen , der in der Romandie , in der ich doch schon immer gelebt habe , Gegenstand nicht weniger Scherze ist ? Höchstens , dass ich vielleicht von meinen sehr fernen ziegen-haften und namensgebenden Vorfahren eine starke Vorliebe für steiles , jäh abfallendes Gelände mitbekommen habe .
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Das Höhberghorn steht im Ruf , gänzlich schneebedeckt zu sein , aber heute ragt ein schmaler Felskamm grade knapp aus dem Gipfeleis . Mit einer Anzahl natürlicher Sitzplätze liefert er den Vorwand für ein Picknick .
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Auf alle Fälle legen wir die Steigeisen wieder an , vielleicht eine überflüssige Massnahme , denn kurz darauf müssen wir sie für den Abstieg über einen felsigen , im Guide des Alpes valaisannes als sehr schöne Treppe bezeichneten Vorsprung wieder ablegen .
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Das ist möglich , die Treppe scheint uns eher aus Geröll zu bestehen , und der Einstieg beansprucht einige Augenblicke unsere ganze Aufmerksamkeit .
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Der Aufstieg zum Dürrenhorn scheint mir ein wenig langweilig , sicher eine Wirkung der Müdigkeit , denn ich beginne zurückzubleiben .
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Das Programm wird nicht gestutzt .
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Als wir den Gipfel des Chly Dürrenhorn traversieren , finden wir auf dem Grat selbst , bei einigen schönen , leider kurzen und nicht obligatorischen Kletterpassagen , den besten Fels des ganzen Tages .
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Zwei der Beteiligten nutzen die Gelegenheit , um einen Vorsprung zu gewinnen , den Gipfel links zu umgehen und hinter einem Kamm zu verschwinden .
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Alles Rufen nützt nichts :
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Sie wollen nicht wieder aufsteigen und können den Grat , von dem sie erschreckende , zerklüftete Couloirs trennen , nicht mehr erreichen .
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Es bleibt nur , ihnen zu folgen .
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Heute sind die Götter mit uns :
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Der Ausweg ist nur um den Preis einiger Kletterschritte und eines wirklich gefährlichen Sprungs in das lockere Geröll zu finden , bei dem keiner von uns Schaden nimmt .
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Wir treffen uns also nicht auf dem Gipfel , sondern auf dem Grund einer Schlucht voller Geröll , wo das Galenjoch mit einer feindselig wirkenden Wand höhnisch hundertfünfzig Meter über uns aufragt .
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Ich erinnere mich , dass nach dem Guide des Alpes valaisannes die Route selbst im Aufstieg nicht eindeutig ist .
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.in Tag in Uschenen
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Hanspeter Sigrist , Oberbalm
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Besonders Aufsehen erregten die konsequent von unten eröffneten Routen wie Le Toit , Quo Vadis , Via del Ladro Corda und Kolibri .
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Als man aber auch in Üschenen begann , die ersten , meist kürzeren Anstiege abseilend zu eröffnen , wurde es plötzlich etwas stiller um dieses Klettergebiet .
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Während die einen diese neue Praxis verärgerte , glaubten andere , die vorhandenen Möglichkeiten seien bereits weitgehend ausgeschöpft .
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Erst 1988 rückten durch die Eröffnung neuer Routen die landschaftlich überaus reizvoll gelegenen Felsen von Üschenen wieder ins Blickfeld .
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Dasselbe gilt für die von den rein klettertechnischen Schwierigkeiten her gesehenen Spitzenrouten und Anziehungspunkte für leistungsstarke Kletterer Bscbüttigütti{\Q ) und Fusion ( 10- ) .
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Diese stellen jedoch andere Anforderungen - nicht nur an den Kletterer , welcher der Besonderheit der Route mit Konsequenz und grösster Konzentration begegnen muss , sondern auch an den Sichernden , der viel zu einem schnellen Gelingen eines solch anspruchsvollen Unternehmens beitragen kann .
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Die Durchsteigung derartiger Routen bietet - besonders wenn sie , wie in diesem Fall , nach nur sehr kurzer Vorbereitungszeit bereits im ersten Vorstiegsversuch gelingt sehr intensive Klettererlebnisse und gehört deshalb zu den Höhepunkten im Leben eines Kletterers .
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Manchmal spielen aber auch klimatische Bedingungen eine grosse Rolle , indem sie erlauben , die Kraft voll auszuspielen - oder eben nicht .
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Kaum etwas vermag mich in einem schwierigen Aufstieg mehr zu irritieren als das durch eine etwas zu hohe Temperatur hervorgerufene unangenehme Gefühl , fast unmerklich , aber ständig von jedem Griff zu rutschen .
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In solchen Fällen konzentriere ich mich dann ganz von selbst auf dieses Problem und werde damit vom Klettern abgelenkt .
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Es kann aber auch vorkommen , dass ein <prestigegelade-nes> Umfeld , so zum Beispiel zufällig anwesende Personen , derart motivierend wirkt , dass ein Kletterer sich plötzlich mit anscheinend grösster Sicherheit am Fels bewegen kann .
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Um so wertvoller und erlebnisintensiver werden deshalb jene Momente empfunden , in denen man sich den Anforderungen gewachsen fühlt , selbst wenn die Ziele sehr hoch gesteckt sind .
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Routenziele Bei der Fusion handelt es sich um eine Kombination aus einer bestehenden Route im 9. Schwierigkeitsgrad und einer davon abzweigenden Traverse über ein ausladendes Dach .
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Nach einer steilen , mit messerscharfen kleinen Griffen bestückten Passage und einem eindrücklich ausladenden Dach folgt die Stelle , an der sich alles entscheidet .
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Das Vor und Nachher ist verhältnismässig leicht in den Griff zu bekommen , nicht aber die Loslösung von der ursprünglichen Linie , die gerade aufwärts weiterführen würde .
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Neben einem kurzen <Vertrautwerden> mit der etwas speziellen Linienführung und den originellen Bewegungsabläufen vor und nach der Schlüsselpassage reicht es gerade noch für je einen Vorstiegsversuch .
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An der Schlüsselstelle sind wir aber bereits völlig ausgepumpt , chancenlos , den ( Absprung ) von der geraden Linie überhaupt zu wagen .
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Eine Woche später droht sich die Zeit des stabilen schönen Herbstwetters ihrem Ende zu nähern .
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So können wir den vielleicht letzten sonnigen Herbsttag nützen , und Gabriele hätte die Möglichkeit , sich etwas von ihrer weiten nächtlichen Anfahrt aus Deutschland zu erholen .
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Die Berge sind schon weit hinunter eingeschneit , und bis auf einen einzelnen Kletterer , der am Einrichten einer neuen Route ist , sind wir hier oben allein .
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Ein 7. Grad zum Einklettern und einige kurze Testzüge in den schwierigen Passagen der Route mit besonderer Aufmerksamkeit auf den Schlüsselzug dienen der Einstimmung .
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Das kostet zu viel Zeit , um sie für das schwierige Nachgreifen freizubekommen .
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Ihre Anweisungen helfen mir in diesem Moment sehr viel , und es geht auch gleich deutlich besser .
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Pause .
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Wir wandern ein wenig umher und schauen uns den neuen kleinen Klettergarten an .
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Dann auch das Bschüttigütti .
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Ich fühle mich gut .
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Wiederum bekunde ich Mühe , die Bewegung im entscheidenden Moment genau zu erfühlen und zu kontrollieren .
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Ich spüre nur , dass etwas noch nicht ganz stimmt .
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Gabriele gesteht mir noch einen Versuch zu , nur noch diesen einen .
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Beim Losklettern frage ich mich kurz , ob sie wohl ungeduldig ist oder ob andere Überlegungen dahinterstecken .
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Bestimmt würde sie mich noch einen weiteren Anlauf machen lassen , selbst wenn ich genau weiss , dass Konzentration und Kraft dazu nicht mehr ausreichen , dass die Haut an der Fingerspitze bald durchreisst und bei aller Feilscherei um einen fünften Versuch dieser mit Sicherheit danebengehen würde .
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Im Dach ist kein Platz für derartige Überlegungen .
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Dann der Überkreuzer an den winzigen Griff , der nötige Druck auf den Fussen , der Zwischengriff , und - mit etwas Glück - erwische ich den Schlitz mit einem Teil der Fingerspitzen .
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■rlebnis Selbsanft-Nordgrat
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Albert Schmidt , Engi ( GL )
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Prächtiges warmes Spätsommerwetter , keine Gewitter mehr und deshalb eine trockene Route - einmal mehr lockt uns der Berg in seine gewaltigen Nordabstürze .
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Für das Wochenende vom 28./29 . September 1985 habe ich mich mit meinen Seilkameraden Johann Stoffel und Harry Zweifel verabredet .
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Blick vom Vorder Selbsanft ( Hauser-horn)auf den Tödi sich plötzlich der Blick ins Limmerentobel , aus dessen uneinsehbarer Tiefe sich die gewaltigen Kalkwände des Muttsee und Selbsanftmassivs aufbäumen .
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Bei einer Wasserfassung der KLL beginnt oben in der rechten Felswand der ( Birchen-gang> , ein schmales , abschüssiges Schrofen 41 und Felsband , das steil zur untersten Schulter der Nordflanke hinaufzieht .
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In kurzer Zeit wächst unter uns die schwindelnde Tiefe des Limmerentobels .
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Wir gehen hier unangeseilt , darum verlangt jeder Schritt Konzentration und Selbstsicherheit .
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Von diesem ersten exponierten Absatz , dem Birchli , geht es nun durch Alpenerlen und über eine Felsstufe direkt den Berg hinan .
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Er leuchtet direkt in unsere Höhle , und mit zunehmender Höhe fällt sein 42____________________________________ mildes Licht in die Tiefe der Limmeren-schlucht , breitet einen transparenten Schleier über die vorher harten , tiefschwarzen Flächen und Konturen der Bergwände .
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Wir zünden eine Kerze an , die ihr warmes Licht auf unser felsiges Biwakdach wirft , dann krieche ich in die engste Spalte des Berges hinein , um auf dem Bauche liegend die einmalige Szenerie mit der Kamera einzufangen .
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Wahrscheinlich kommen wir wieder einmal hierher , aber eine solche Nacht werden wir wohl nie mehr erleben können .
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Allmählich nähert sich der Mond der hohen Horizontlinie des Selbsanft , berührt sie und verschwindet .
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In unserer Balm wird es dunkel , und wir schlüpfen in die Schlafsäcke .
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Die Stille der Nacht , nur unterlegt durch das leise Rauschen der verbleibenden Limmerenwas-ser , wiegt uns bald in den Schlaf .
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Die Firnflächen der Claridengruppe und die Gletscher des Tödi leuchten blendend weiss in der Morgensonne , während im schon weit unten liegenden Tal immer noch dunkle Schatten lagern .
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Die hier ansetzende senkrechte Bastion wird auf ihrer Ostseite von einer kaminartigen Verschneidung durchzogen .
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Als alte Schlaumeier wissen wir , wie man eine solche Stelle anpackt :
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Neben dem Klotz des Mittler Selbsanft thront im Süden der Tödi in seiner ganzen Wucht über den Matten und Felsen des Bifertenalpli und der Röti .
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Auf der Ostseite des Selbsanftmassivs liegt-weit unter uns - der Limmerensee mit seinem hellen graugrünen Wasser , gesäumt von den schattigen , zerklüfteten Bändern und Stufen des Kistenpasses .
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Drüben aus der schuttgrauen Mulde zwischen Nüschenstock und Ruchi schaut das blaue Auge des Muttsees hervor , und rechts davon können wir noch die gleichnamige Hütte entdecken .
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Talwärts gewandt , fasziniert uns der überwältigende Tiefblick fast 2000 Meter hinunter ins Tierfed , in die Abgründe der Sandalp , des Limmerentobels und der Linthschlucht .
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Jetzt aber wendet sich unser Auge wieder dem Näherliegenden zu den Seiten des alten Gipfelbüchleins , das wir der blitzbeschädigten Büchse entnehmen .
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Die Gipfelstunde vergeht im Fluge , bis uns ein Blick auf die Uhr zum Aufbruch zwingt .
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Auf den Höhen des Selbsanftmassivs Wir klettern vom Gipfelturm hinunter und wandern über die öde Gratsenke zum Mittler Selbsanft , den wir nach derTraversierung eines Geröllhangs durch ein Firncouloir ersteigen .
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Oben auf dem Plateau öffnet sich ein weiter Horizont unter einem ebenso weitgespannten Himmel .
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Aus dem engsten Verlies des Berges hinaufzusteigen , 1700 Meter höher , in Stunden voller Anstrengung , in schwierigem Gelände , um dann hier auf fast 3000 Meter Höhe diese helle , sonnendurchflutete Hochgebirgswelt zu erfahren - dieses Erlebnis wird nur ein Bergsteiger nachvollziehen können .
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Über die weitgeschwungenen Höhenrücken von Plattas Alvas gelangen wir im Glanz der Firnfelder südwärts .
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Hier oben , auf dem gewölbten , rauhen Rücken des mächtigen Berges , wird die Verlassenheit und die Urtümlichkeit dieser Region beinahe körperlich spürbar .
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Ein langer Abstieg Nach der Mittagsrast in einer sonnenwarmen Firnmulde steigen wir zuerst über den Griessfirn , dann über zerrissene helle Platten , Moränen , Schutt und Geröll zum Ende des Limmerenfirns hinunter .
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Die vor uns liegende Wegstrecke wird also noch einen anstrengenden zweistündigen Einsatz erfordern .
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Hoffentlich schaffen wir es noch , die letzte , um halb fünf talwärts fahrende Gondel zu erreichen !
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■rinnerungen Piz Buin und Piz Platta
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Romedi Reinalter , S-chanf
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Piz Platta im Oberhalbstein
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Die Skitouren der SAC-Sektion Bernina auf den Piz Buin und den Piz Platta in den Rhätischen Alpen gehören schon lange der Vergangenheit an .
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Einmal in den hektischen Alltagsbetrieb zurückgekehrt , musste bald diesem , bald jenem Priorität gegeben werden , so dass vieles , das auf den ersten Blick weniger von Belang erschien , auf die lange Bank geschoben wurde .
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Aber aufgeschoben ist nicht aufgeho- ben , denn ein solches Versprechen wirkt weiter , macht sich bemerkbar , bleibt als ständiger leiser Vorwurf bestehen .
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Soeben habe ich am Fusse der Crasta Mora , auf einem südexponierten Hang gepicknickt .
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Meine Augen folgen ihm , bis er in der Ferne verschwindet , und meine Gedanken schweifen zurück . Zurück zu den Skitouren der Sektion Bernina auf den Piz Buin und den Piz Platta .
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Wenn ich mich jetzt zu erinnern versuche , was damals vorgefallen ist , muss ich geste hen , dass mir viele kleine , lustige Einzelgeschichten und Anekdoten , die sich in der Gruppe abgespielt haben , nicht mehr vollständig präsent sind .
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so zum Beispiel die Schmerzen , die eine Blase beim Laufen verursacht , der Tanz mit hohen Bergschuhen in einer kleinen , getäferten Wirtsstube im abgelegenen Maiensäss , die Wolkenbilder , die am Fuss des Piz Platta bei einem Wirbelsturm entstanden , oder die Laute der Schneehühner , die frühmorgens beim Wegmarsch von der Buinhütte zu vernehmen waren .
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Für mich wäre es nun sinnlos , die ganze Tour schriftlich nachzuvollziehen , vielleicht auch zu mühsam , die Erinnerungsbruchstücke aneinanderzureihen .
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Immer wieder frage ich mich - fragt sich wohl jeder - , weshalb man in aller Frühe aufsteht , bei klirrender Kälte schlotternd am Parkplatz bei der Post in St. Moritz Bad auf die Tourenkameraden wartet , einen langen , beschwerlichen Aufstieg auf sich nimmt und schwierige Passagen bei der Abfahrt meistert .
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Trotzdem bieten die Berge dem mit Schwierigkeiten behafteten Menschen keinen Ausweg aus einem unerfüllten Leben .
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Jeder von uns verfügt über einen Lebensraum , der ihm mehr oder weniger vertraut ist .
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Denn damit dieses Leben lebenswert sein kann und auch eine gewisse Spannung enthält , damit der Mut zum Risiko nicht vergeht , braucht und sucht jeder für sich ihm noch ferne oder sogar noch unbekannte Lebensbereiche .
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Wenn ich allein und mit offenen Sinnen durch die Landschaft schweife , spüre ich bisweilen , wie es zu einer subtilen Berührung zwischen der Natur und dem Menschen kommt .
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iweimal Rheinwaldhorn
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Peter Donatsch , Mastrils
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Sonnenstrahlen zwängen sich durch die schmalen Ritzen der heruntergekurbelten Rolladen und malen Balken gleissenden Lichts auf den Boden .
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Das fahle Grün des Bildschirms beginnt zu verschwimmen , die Buchstaben tanzen vor den Augen - innerlich habe ich den PC bereits abgeschaltet .
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George holt mich ab .
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Ich sehe ihn vor mir , wie er diskret durch die Hallen schreitet , sich in höflichster Art seinen Gästen widmet , in fünf Sprachen sich fliessend mit ihnen unterhält , Lob freundlich lächelnd entgegennimmt und bei Tadel sofortige Abhilfe verspricht .
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Bis Ilanz sprechen wir noch von Geschäft und Arbeit , aber dann auf der Fahrt durchs enge Tal den Valserrhein entlang nimmt uns die Bergwelt endgültig gefangen .
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Zwei Stunden später , schon eine Unendlichkeit vom Alltag entfernt , lassen wir den azurblauen Wasserspiegel des Zervreila-Stausees hinter uns und betreten die urtümliche Steinwelt des Läntatals .
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Wolken umhüllen das Rheinwaldhorn und wälzen sich schwerfällig über den Gletscher hinunter .
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Längst schon sind wir völlig durchnässt .
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Das Rheinwaldhorn scheint heute keine Lust auf uns zu haben .
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Den Pfad haben wir längst aus den Augen verloren .
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Das erweist sich jedoch als Irrtum , da neue Zuflüsse das Gewässer nur noch verbreitern .
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Somit gibt es nur eines :
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Wir <schwimmen> buchstäblich auf dem Weglein abwärts , um der Sonne entgegenzueilen , die im untersten Teil der Lampertschalp - welch ein Hohn - den ganzen Vormittag geschienen hat .
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Zweiter Akt Das Bild vom weissen Spitzchen , dem Gipfel des Rheinwaldhorns , hat sich tief in mein Gedächtnis eingegraben .
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Aber im Grund verwünsche ich mich selbst , ärgere mich , dass ich dem Zwang , heute Abend noch in die Läntahütte aufzusteigen , nachgegeben habe , obwohl wir den ganzen Tag in einem verrauchten Zimmer an irgendwelchen Sitzungen teilgenommen und Weisswein getrunken haben .
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Ist das nicht die Hütte da vorn , dieser dunkle Schatten ?
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Pius hat mindestens eine Viertelstunde Vorsprung .
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Bloss seine Spur , manchmal nur oberflächlich zu sehen , meist aber deutlich ausgeprägt , weist mir den Weg .
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Der Gedanke gibt mir wieder Kraft für die nächsten hundert Meter .
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Von der Hütte immer noch keine Spur .
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Ich denke an den Gleitschirm im Rucksack .
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Es ist eine Kraft , die ehrlich ist , die nichts vorspiegelt .
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Somit ist auch der abendliche Alptraum in dem Moment schon vergessen , als wir am nächsten Morgen , zwar immer noch übertük-kisch verblasene Schneefelder , aber mit dem weissen Spitzchen vor Augen gegen den Län-tagletscher aufsteigen .
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Markus , der Gewichtigste unserer kleinen Gruppe , bahnt uns einen Pfad .
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Wo er nicht mehr einbricht , wird der Schnee auch uns tragen .
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Auf dem Gletscher führt abwechslungsweise jeder eine kurze Strecke .
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Auch der Gipfelgrat ist schneefrei und hart gefroren .
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Ich denke zurück an unser letztes Rheinwaldhorn-Erlebnis und geniesse jeden Moment doppelt .
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Wie von Meisterhand geschaffen , ebenmässig , nur den wichtigsten graphischen Linien verpflichtet , steht der Gipfel vor uns , Tor zu einer weiteren Dimension , unsichtbare Kraft , Ziel .
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Unerreichbar in das unendliche Blau des Himmels aufstrebend , erscheint das Rheinwaldhorn vom Tal aus .
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Für uns aber ist es nur ein Schritt auf dem Weg zu jenem Ziel , zu dem wir während unseres ganzen Lebens unterwegs sind .
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Wv
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- Weg der Erinnerungen
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Willy Auf der Maur , Seewen ( sz )
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Wo sie fehlt , erstarren Gesichter zu Masken , verkommen Gespräche zu Gerede , bleiben Seilstränge in den Ästen hängen ( weil der eine Kletterer rechts , der andere links der Legföhre aufsteigt ) .
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Harmonie braucht meist wenig Worte , ist diskret , leise , so leise , wie es unsere Schritte heute sein möchten , im Bergwald und in den ersten , gestuften Felsen über den Baumwipfeln .
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Die Einstiegsplatte Schweigen könnte auch eine Art Egoismus sein , vermute ich , und da ich bei meinen beiden Weggefährten - Neulingen im Umgang mit bestandenen Bergsteigern - nicht den Eindruck von Selbstsucht oder Eigenbrötelei erwecken möchte , fühle ich mich am eigentlichen Einstieg zum Wyss Wändli , der leichtesten der Westwandrouten am Grossen Mythen , bemüssigt , Akzente in die tote Stille zu setzen .
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Visionen tauchen in mir auf :
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verkniffene Gesichter , Gestalten , die auf den Knien über die geschliffene , helle Fläche hinaufkriechen , die zwei grossen Obdörfler , die wie Rosenkranzperlen am Ende meines Seils hängen , nachdem der eine ins Rutschen gekommen und den andern aus dem Stand gerissen hat .
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<lch will euch aber sagen , wie sie problemlos zu meistern ist> , füge ich gnädig lächelnd hinzu .
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Die Gesichtszüge von Susi und Ruedi entspannen sich .
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Holzegg und Mythen , im Hintergrund die Urner Alpen ( Flugaufnahme ) Ich mache es gleich vor , an diesem etwas nebligen Tag , so wie man es mir vorgemacht hat , vor vielen Jahren .
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Hätte die Goldrose , wie die Blume bei uns genannt wird , ihren formvollendeten Kelch im Winde gewiegt , mein Mund wäre ein weiteres Mal übergelaufen , wie er es auch schon in der ersten halben Stunde unseres Aufstiegs , im Mythenbann , getan hatte , als wir an einem zweimal mannshohen grünlichgrauen Felsblock vorbeiwanderten .
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Die Vision war zu erheiternd , zu erhebend auch , als dass ich sie meinen feinfühligen Seilgefährten hätte vorenthalten können .
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Auf der Rampe Inzwischen sind meine Gefährten unbeschadet bei mir angekommen , und so kann ich die zweite Seillänge in Angriff nehmen .
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Es ist dies eine steile , eher griffarme Rampe .
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Ich aber muss zu meiner Schande gestehen , dass mich in diesen fünf , sechs Metern schon öfters eine leichte Unruhe überfallen hat .
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Ich erreiche den Standplatz auf dem Genecand-Gesims .
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Unser Heil liegt drüben , hinter einer abschüssigen , grasdurchsetzten Rippe , in einem System von Rinnen und Bändern .
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Das Genecand-Gesims Fragen Sie niemanden , wo dieses zu finden sei .
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Den Dingen einen Namen zu geben , ohne dass es jemand ahnt , ist nämlich meine heimliche Leidenschaft .
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Das Gesims habe ich so getauft , weil wir hier in meinen alpinen Lehrjahren jeweils die Schuhe gewechselt haben :
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Ihnen schenkte der Tricouninägel neue Horizonte , ein erstarktes Selbstbewusstsein und viel Lebensfreude .
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Das Klirren und Geixen des griffigen Beschlags auf abgeschliffenem Kopfsteinpflaster war schönste Musik , auch wenn sich darob verwunderte Frühmessegänger um drehten , Katzen um die Hausecken huschten und Vorhänge in Bewegung gerieten ( wer weiss , aus welchem Garn damals die Träume der jungen Mädchen - und stellvertretend ihrer Mütter noch gewoben waren ! ) .
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Im harten Firn , im Geröll , im rauhen Granit , überall bissen sie herzhaft zu .
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Hier waren sie in ihrer Gier kaum mehr zu bremsen , und deshalb war die Zeitepoche der Tricouninägel auch diejenige der grossen Grasrouten .
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<Warum ich euch so erheitert entgegenblicke ? )
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Susi und Ruedi schauen mich erwartungsvoll an .
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Im Banne des Wyss Wändli Wir klettern flüssig weiter , schräg aufwärts , der Wand entlang .
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( Hohlwangig bist du geworden , pocken narbig dein hellgefleckter Stamm , trocken und klapprig das in den Rissen der Wand verankerte Wurzelwerk , schütter dein Blätterdach .
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Aus der Enge der Rinne , die uns in hoher Wand die Geborgenheit einer <guten Stube ) vermittelt , wandert unser Blick in die Tiefe , auf ein Meer spitzer Tannenwipfel , auf grüne Matten und einen Ausschnitt des Talbodens von Schwyz , aus dem die Geräusche des Alltags zu uns heraufdringen .
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In der Jubiläumsausgabe der ALPEN ( 2/1963 ) zum 1OOjäh-rigen Bestehen des SAC wird über Genecand nämlich unter anderm berichtet , dass er als tüchtiger , unerschrockener Gänger mehr als zwanzigmal den Grépon - den Prüfstein der damaligen Elite - überschritten und dabei ungezählte Anfänger in die Mühen und Freuden des Kletterns eingeführt habe .
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Sympathisch , dieser Genecand , so sympathisch wie Wisel , den ich am Einstieg heute einmal mehr einen Neuling an sein Seil knüpfen sehe und den ich wiederum nur insgeheim - <Concierge des Wyssen Wändlis> nenne .
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Concierges gibt es übrigens viele in den Bergen .
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( Seht ihr dort oben , links über der Schlucht , die Schlingen in der Wand ?
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,Du musst nur ...
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Die Belastung war rein psychologischer Art , und darum werde ich diese Route nie mehr klettern .
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Susi lacht , Ruedi auch , ich lache , unsere ganze kleine Welt lacht mit :
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Am Quergangband Wir sind auf dem Band angelangt , das uns an seinem südlichen Ende den Ausstieg auf die Mythenmatt vermitteln wird .
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hätte ich ihnen angeraten , wie ich es vor Jahren Seffi empfohlen habe .
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An meinem Seil befand er sich , weil er vernommen hatte , dass auch schon Vertreter des schönen Geschlechts über das Wyss Wändli geklettert seien .
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( Was das Weibervolk kann , kann ich auch ! )
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Ein Naturfreund , aber kein Freund von Tiefblicken , denn mein Ansinnen hatte er entrüstet vom Tisch gewischt .
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Es ist ihm an meinem Seil an diesem Tag auch wirklich nichts passiert , dem Seffi !
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Hier und jetzt , über der Legföhre , unter der ich durchgeschlüpft bin , mitten in der Wandstufe mit den sauberen , waagrechten Leisten müsste man mich fragen , warum ich klettere .
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Kein Mensch , nicht einmal unsere alpinen Lehrmeister , hätten uns damals erklären können , wie das technische Klettern geht .
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Sie verlangte , dass der Vordermann abwechslungsweise den einen , dann den andern Strang des Doppelseils in die Hakenreihe einführte , und weil auf den primitiven Zeichnungen weder eine Stehschlinge noch eine Trittleiter zu entdecken war , musste es offensichtlich Aufgabe des Seilzweiten sein , den Kameraden hochzuhis-sen und das Seil so lange strammzuhalten , bis der nächste Haken geschlagen war .
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Köbel sah sich später ins Unrecht versetzt , den Tricouninägeln ist er aber meines Wissens trotzdem sein ganzes Leben lang treu geblieben .
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Ist dies nicht ein Grund , sein Andenken noch besonders in Ehren zu halten !
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Alpinisten pflegen darin Bergbilder aufzuhängen , und da der Eintritt in diesen Raum an keinerlei Formalitäten gebunden ist , lassen sich diese aufbauenden Gemälde im Alltag bei jeder beliebigen Gelegenheit betrachten .
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Eine Örtlichkeit , wo sich solche Bilder sammeln lassen , ist das Rot Grätli am Gipfelkopf des Grossen Mythen .
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Die Bilder sind hier dreidimensional , gehen in die Höhe , in einen Himmel , an dem die rote Schweizerfahne flattert , in die Weite , zum Zürichseebecken , zum Alpstein , in die Urner und Unterwaldner Alpen , in die Tiefe , auf die dunkeln Wälder und blühenden Weiden des Alptals , auf den bunt gefleckten , mit Seen geschmückten Talkessel von Schwyz .
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Auch uns drückt man , wie erwartet , ein funkelndes Glas in die Hand .
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Es sind all die Concierges , denen ich im Aufstieg nachgesonnen .
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Sie alle heben prostend ihr Glas , zwinkern und lachen mir freundlich zu .
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Ich hab's ja immer gesagt :
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Es muss nicht immer Bilderbuchwetter sein : Aufbruch vom Einstiegssattel der Wyss-Wändli-Route am Gr .
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Mythen .
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