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jngspitz-Nordostwand direkt
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Michel Piola , Vernier
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Die ca. 600 m hohe Nordostwand des Kingspitz ( Engelhörner , BO )
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Dring ... dring ...
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Dagegen fehlt zu Hause , wenn die ganze Stadt noch schläft , erschöpft von der Arbeit des Tages oder einem stürmischen Samstagabend , ein solcher Anreiz vollkommen .
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Dring ... dring ...
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Diesmal muss ich reagieren ;
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los , auf !
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Da ich dieses Massiv in den Berner Alpen noch nicht kenne , kann ich mir nur ausmalen , was es wohl mit dieser fast 600 Meter hohen Kalkwand auf sich hat , die in einer Region liegt , in der es nur wenig Wände von dieser Art und Ausdehnung gibt ( natürlich abgesehen von der 1650 Meter hohen Eigernordwand ) .
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Und wie wird die Qualität des Gesteins sein ?
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Die von M.Lüthy , H.Haidegger und H.Steuri 1938 eröffnete klassische Route der Nordostwand geniesst einen besonderen Ruf :
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Im Führer ist von einem im ganzen guten Fels die Rede , dann wird aber präzisiert , dass es sich um eine dolomitenähnliche Wand handelt und darum gewisse Vorsichtsmassnahmen nötig sind , vor allem , wenn sich andere Seilschaften in der Route befinden .
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Das Rennen gegen die Uhr hat begonnen !
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Schon Bern .
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In dieser Menge , zwischen einer nach billigem Parfum duftenden Sekretärin und zwei sehr ( zu ? ) dynamischen Kaderleuten , kann ich nicht anders , als mit meinem Rucksack in der von der Menge bestimmten Richtung zu treiben und dabei zu hoffen , das Gedränge möge ein wenig nachlassen und mir eine Chance geben , zu entwischen und Daniel zu treffen - aber wo eigentlich ?
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Es ist wirklich Daniel !
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Wir steigen in seinen kleinen Wagen , um den Ausgangspunkt unserer Unternehmung zu erreichen , den Parkplatz oberhalb Rosenlaui , kurz hinter Meiringen .
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Anschliessend müssen wir uns entscheiden , welche Taktik wir für die Ausrüstung der Route wählen wollen :
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Wir entscheiden uns für diese zweite Lösung , einerseits aus finanziellen Gründen , dann aber auch , weil wir meinen , es sei heutzutage wichtig , Kletterer zu grösserer Verantwortung im Gebirge zu veranlassen .
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Sie wird dagegen in Kalkwänden selten benutzt , weil sich einerseits diese Gesteinsart weniger gut eignet und andererseits der Einfluss der Klettergärten , wo die ganze Ausrüstung an Ort und Stelle vorhanden ist , sich dort entscheidend bemerkbar macht .
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Mancher wird sich wundern , dass wir nach dem Gesagten nicht weniger als 58 Bohrhaken in der Route beliessen .
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Ganz besondere Aufmerksamkeit muss in dieser Hinsicht dem Problem eines Sturzes auf den Boden und des möglichen Anpralls gegen eine Besonderheit im Gelände ( z. B. gegen eine Ver-schneidungswand oder von einem Überhang auf eine geneigte Platte ) gewidmet werden .
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Ende des ersten Aktes Über die Kletterei selbst ist eigentlich wenig zu sagen , ausser dass wir am Anfang des Nachmittags die Besteigung des Sockels der klassischen Route von 1938 bis zum Beginn des ersten steilen Aufschwungs ( etwa 100 Meter über dem Wandfuss ) in Angriff nehmen .
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Nachdem wir zweieinhalb Seillängen in diesem merkwürdigen Felsband geklettert sind , können wir uns nach rechts wenden , um den Anfang der zentralen Zone grauer Platten zu erreichen , eine grossartige kompakte Rutschbahn , die eine anhaltende , schwierige und technisch anspruchsvolle Kletterei verheisst .
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Die Engelhornhütte besitzt noch den etwas altmodischen , aber so liebenswerten Reiz einer echten Berghütte , die von unmässigen Vergrösserungen und Modernisierung verschont geblieben ist .
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Der Bau hat bescheidene Ausmasse , die Schlafräume sind merkwürdig ineinandergeschachtelt , und die Küche bildet einen Teil des Aufenthaltsraumes , der dadurch eine gewisse gesellige Note erhält .
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Samstag , 10. September 1988 :
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Eine letzte Verschneidung , eine letzte abdrängende Stelle , und wir sind wieder in der Nähe der klassischen Route , am Ende der Schwierigkeiten und wenig unterhalb des Gipfels . Dort erleben wir die Überraschung - sie ist gegenseitig - , unsern Freund Kaspar Ochsner zu treffen , den grossen Spezialisten dieser Region ( Kaspar hat zahlreiche , sehr schöne Routen gerade gegenüber , am Simelistock , eröffnet ) .
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Route <Trumpf-könig> .
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AS-/ 550 m / Passagen 6b zwingend / 6c in Freikletterei .
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Sehr interessante Kletterei , besonders in der mittleren Zone , die ein gewisses Engagement verlangt und den Charakter einer grossen Kalkwand bietet .
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Helvetiaplatz 4 , 3005 Bern , Telefon 031/433611 , Telefax 031/446063 .
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Etienne Gross , Thorackerstr. 3 , 3074 Muri , Telefon 031/525787 , Telefax 031/521570 ( verantwortlich für den deutschsprachigen Teil ) .
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Daniel Santschi , Solothurn 102 Michel Ziegenhagen Ein Berg der Überraschungen 114 Michel Marthaler Die penninischen Decken in den Walliser Alpen Preis Abonnementspreise ( Nichtmitglieder ) für Monatsbulletin und Quartalsheft zusammen ( separates Abonnement nicht möglich ) :
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Nachdruck :
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Beiträge jeder Art und Bildmaterial werden gerne entgegengenommen , doch wird jede Haftung abgelehnt .
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Die Redaktion entscheidet über die Annahme , die Ablehnung , den Zeitpunkt und die Art und Weise der Veröffentlichung .
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Beglaubigte Auflage :
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71 176 Exemplare .
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lin Berg der Überraschungen
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Michel Ziegenhagen , Lausanne
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Erster Angriff
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Das Nadelhorn stand für meinen Kollegen und Freund André Berney und mich auf der Liste jener Gipfel , die wir uns für eine Besteigung mit Ski vorgenommen hatten , denn es schien uns unangebracht , einen Gipfel im Sommer in Angriff zu nehmen , wenn das auch im Frühjahr möglich wäre .
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Unsere Erfahrung war sehr gering , unsere Ausrüstung rudimentär , unsere Begeisterung dagegen ansteckend und unsere Entschlossenheit ohne Fehl .
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Wir wussten kaum , dass es einen Alpenclub gab , und konnten uns nicht vorstellen , wozu er gut sein könnte .
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Die beiden begaben sich zur Bordierhütte .
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Bei der Abfahrt sind die beiden mutigen Gesellen offenbar ihrer eigenen Spur auf etwa zehn Zentimeter genau gefolgt , denn André stürzte in dasselbe Loch und hing dort an seinen quer in der Spalte verklemmten Ski !
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Tatsächlich war zwischen uns beiden nie mehr die Rede davon .
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Wenn ich aber glaube , was Livanos über den grossen Riccardo Cassin gesagt hat , so genügt es nicht , auf das Glück zu warten , man muss es auch mit der nötigen Entschiedenheit herbeirufen .
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Das Wesentliche wäre also , das Unglück zu vermeiden ?
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Äusserst tüchtige Retter von der Air-Zermatt , Bergführer und Alpinisten , deren Namen ich nicht kenne ( mit Ausnahme von Alain Junod und Denis Berger , Sektion Diablerets , die den Alarm auslösten ) , denn ich habe in dem Durcheinander des Geschehens nicht daran gedacht , sie danach zu fragen .
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Ein schändlicher Streich Die Genfer haben ihre eigenen Gewohnheiten , das sei ohne die geringste Anspielung auf den etwas abgenutzten Witz gesagt , mit dem die Miteidgenossen die Redeleistung und das ewig mäklige Temperament der Leute vom Ende des Genfersees mit dem Umfang ihrer Stimmorgane in Verbindung bringen .
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Unter andern Besonderheiten feiern die Genfer le Jeûne - den Bettag - zehn Tage vor den andern Schweizern ( beachten aber deswegen Mässigkeit und Sittenstrenge auch nicht mehr ) , also an einem Donnerstag . Das gibt ihnen jedesmal Anfang September Gelegenheit , die ( Brücke zu schlagen ) und sich an vier aufeinanderfolgenden Tagen ihrer Freizeitbeschäftigung zu widmen .
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Am Freitag stiegen acht der Muntersten zur Mischabelhütte auf , was andere Alpinisten und sogar einige Führer veranlasste , ebenfalls aufzusteigen .
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Wie gross war unser Kummer , als wir feststellen mussten , dass uns das kostbare Nass , das an den andern Tischen in Strömen floss , ohne Erklärung oder sichtbaren Grund verweigert wurde .
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Der Aufstieg verlief ereignislos , doch der Gipfel schien uns nicht bequem genug , wir verlegten darum den Picknickplatz zum Windjoch , das sich als sehr freundlich erwies , weil es seinen Namen an diesem Tag nicht verdiente .
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Beim Aufstieg waren uns diese Passagen einfach erschienen , doch wenn man sich dann dort mit dem Blick ins Leere wiederfindet , werden die Folgen eines möglichen Sturzes plötzlich sehr viel deutlicher .
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Veranlassen sie unsern Neuling zu einigen Überlegungen ?
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Er richtet unvermutet eine Frage an mich :
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( Wenn ich falle , hältst du mich dann?> - <Du kannst es immerhin versuchen ! )
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Paul spürt den Zug an seinem Seilstück , dreht sich unverzüglich um und stemmt sich auf seinen Pickel und die Steigeisen , als wolle er sich in den entgegengesetzten Hang stützen :
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Fünf Trockensprit-Kocher stehen sofort in einer Reihe auf dem Tisch , um Schnee zu schmelzen .
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Wütend fährt der Hüttenwart dazwischen :
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( Wissen Sie , ich mag die Romands nicht leiden , nur die Deutschen und die Deutschschweizer . )
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Wirklich !
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Wir begannen fast so etwas zu ahnen !
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Es war darin von gewaltigen Traversierungen der Mischabelkette die Rede , die innerhalb von 24 Stunden durchgeführt wurden , und das schon vor mehr als einem halben Jahrhundert .
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Der Plan interessierte Jean-Luc Amstutz .
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Mir lag daran anzukommen .
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Ich hatte noch die Möglichkeit , die Geschichte sehr viel weiter zurück zu verfolgen : Auf den in den dreissiger Jahren gefüllten Seiten standen die Namenszüge berühmter Bergführer , Josef Knubel und Franz Lochmatter .
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Er sollte sehr schnell über das Ausmass meiner Kompetenz belehrt werden , denn eine ordentliche Schicht frischen Schnees hatte den ganzen Hang bedeckt , den Bergschrund verschwinden lassen und über Hunderte von Metern , bis ins Unendliche , alles nivelliert .
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Ich habe das Gefühl , meinen eigenen Sturz mitzuerleben , ohne wirklich beteiligt zu sein , die verschiedensten Eindrücke wahrzunehmen , die zu schnell aufeinanderfolgen , als dass ich sie zu einem zusammenhängenden Ganzen verbinden könnte .
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Eine Art Persönlichkeitsspaltung , ein unbekümmertes Gefühl , in der Luft zu treiben , keine Geste der Gegenwehr .
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Fatalismus , die Würfel sind gefallen , ich habe einen Fehler gemacht , also muss ich dafür büssen .
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Als ich mich später an diesen Sturz erinnerte , kam mir der Gedanke , die Vorstellung der Trennung von Körper und Seele im Augenblick des Todes könnte in solchen Augenblicken entstanden sein .
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Ohne den Sack wäre ich nach meinem Sturz auf den Rücken vielleicht nicht mehr aufgestanden .
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Auf das Bankett gestützt , muss ich die Ersatzbrille aus der Rucksacktasche holen .
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Endlich sehe ich klar , aber die Umgebung ist unheimlich :
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<Seil geben ! )
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Von den Riemen des Anseilgurtes gehalten , kehre ich mich mit dem Kopf nach unten .
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Yoga , von mir aus , aber bitte auf dem Teppich !
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Ganz ehrlich , ich wäre sehr traurig gewesen , hätte ich diesen Pickel verloren , den mir Pierre Bovier , der letzte Schmied von Evolène , nach Mass gemacht hatte .
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Was ich an diesem Tag gerettet habe , ist weit mehr als ein einfacher Pickel , es ist eine Reliquie der Handwerkskunst .
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Mit einer letzten heftigen Bewegung aus den Hüften bin ich draussen !
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Ja , und sogar ein bisschen sehr fest , aber es wäre reiner Undank , wollte ich mich beklagen , denn seit meinem Sturz ist höchstens eine halbe Stunde vergangen .
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Wieder unterwegs , als sei nichts geschehen , wende ich mich zurück , um eine günstigere Passage zu suchen , und fühle mich plötzlich von einer übermächtigen Müdigkeit zu Boden gedrückt , meine Beine sind bleischwer .
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Jean-Luc hat das bereits begriffen und übernimmt die Seilführung für den Rückweg .
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Das stimmt weiss Gott , und da mich die Affäre zudem sehr ermüdet hat , muss ich , wenn auch widerwillig , zugeben , dass die Angelegenheit für heute erledigt ist .
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Obgleich der Rückweg einfach war , schien er mir zeitweise etwas mühsam , ganz offensichtlich wäre ich nicht sehr viel weiter gekommen .
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Aber ich habe mich manchmal gefragt , was er wohl gemacht hätte , wenn er einen weniger aktiven Klienten an seinem Seil gehabt hätte .
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In der Hütte zeigte der Hüttenwart keinerlei Überraschung , als er von unserm Missgeschick hörte , das wir übrigens nicht mit besonderem Stolz erzählt haben .
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Verrückt oder ahnungslos ?
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Diese Massendemonstration schien mir für eine seit sechzehn Jahren fällige Vergeltung nicht übertrieben , und der Nadelgrat musste aufgeben , hielt jedoch einige seiner besonderen Possen für uns bereit .
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Drei Stunden genügten uns , um von Saas Fee zur Hütte aufzusteigen , die ich seit 1971 nicht mehr betreten hatte .
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bis jetzt hatte ich das nur in den BrentaDolomiten erlebt , wo die höchste Hütte nicht viel über 2500 Metern liegt .
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Es war wirklich derselbe wie 1971 , aber ich erkannte ihn nicht wieder .
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Und nun der Nadelgrat !
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Zwei Seillängen in einem ziemlich steilen Eisstück - die erste eine horizontale Traverse , um einige Felsen zu umgehen - bringen uns auf den richtigen Weg am Fuss eines kleinen , vergnüglich zu überquerenden Felszackens .
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Die Steigeisen , die für die letzte Gipfelstrecke des Nadelhorns im Rucksack verschwunden waren , werden jetzt wieder für einige Zeit nötig , solange wir einem schönen Grat mit gutem Schnee folgen , das felsige Stecknadelhorn traversieren und über einen kurzen Grat , wo der weiche Schnee auf seiner Eisunterlage abzurutschen beginnt , zum Höhberghorn aufsteigen .
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Der Aufstieg zum Dürrenhorn scheint mir ein wenig langweilig , sicher eine Wirkung der Müdigkeit , denn ich beginne zurückzubleiben .
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nach der Traversierung eines Gratabschnittes muss guter Fels gesucht werden ( es gibt welchen ! ) , dann schnallen wir für das Stück bis zum Pass wieder die Steigeisen an .
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Sie wollen nicht wieder aufsteigen und können den Grat , von dem sie erschreckende , zerklüftete Couloirs trennen , nicht mehr erreichen .
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Heute sind die Götter mit uns :
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Es erhebt sich die Frage , ob wir direkt das Tal von St. Niklaus erreichen wollen .
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Besonders Aufsehen erregten die konsequent von unten eröffneten Routen wie Le Toit , Quo Vadis , Via del Ladro Corda und Kolibri .
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Als man aber auch in Üschenen begann , die ersten , meist kürzeren Anstiege abseilend zu eröffnen , wurde es plötzlich etwas stiller um dieses Klettergebiet .
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Erst 1988 rückten durch die Eröffnung neuer Routen die landschaftlich überaus reizvoll gelegenen Felsen von Üschenen wieder ins Blickfeld .
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Dasselbe gilt für die von den rein klettertechnischen Schwierigkeiten her gesehenen Spitzenrouten und Anziehungspunkte für leistungsstarke Kletterer Bscbüttigütti{\Q ) und Fusion ( 10- ) .
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Die beiden Spitzenrouten wurden 1988 erstmals Rotpunkt geklettert :
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die Fusion durch Jürg von Känel im Oktober , und das langjährige Projekt Bschüttigüttigelang dem Autor an einem neblig-kalten Tag im Sommer .
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Die Durchsteigung derartiger Routen bietet - besonders wenn sie , wie in diesem Fall , nach nur sehr kurzer Vorbereitungszeit bereits im ersten Vorstiegsversuch gelingt sehr intensive Klettererlebnisse und gehört deshalb zu den Höhepunkten im Leben eines Kletterers .
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Vielleicht kann man aber eine solche Herausforderung auch nur bestehen , wenn ihr eine besondere Situation vorausgegangen ist . Eine Situation , die , von jedem Erfolgsdruck befreit , hemmende Blockierungen löst und so erst die notwendige Ausgewogenheit der Bewegungsabläufe ermöglicht .
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Manchmal spielen aber auch klimatische Bedingungen eine grosse Rolle , indem sie erlauben , die Kraft voll auszuspielen - oder eben nicht .
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In solchen Fällen konzentriere ich mich dann ganz von selbst auf dieses Problem und werde damit vom Klettern abgelenkt .
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Um so wertvoller und erlebnisintensiver werden deshalb jene Momente empfunden , in denen man sich den Anforderungen gewachsen fühlt , selbst wenn die Ziele sehr hoch gesteckt sind .
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Der Ort , wo die ( Fusion ) stattfinden soll , ist gleichzeitig auch die Schlüsselstelle der gesamten Tour .
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Ich habe mir die Route zusammen mit Heinz Gut ein erstes Mal an einem wunderschönen Herbstnachmittag im November angeschaut .
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An der Schlüsselstelle sind wir aber bereits völlig ausgepumpt , chancenlos , den ( Absprung ) von der geraden Linie überhaupt zu wagen .
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Voller Ehrfurcht beginnen wir auf der Heimfahrt von der neuesten <Jürg-von-Känel-Kreation> zu sprechen .
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Und damit scheint auch der Traum von der Fusion für dieses Jahr ausgeträumt zu sein .
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Heinz weilt in Südfrankreich , er hat dort Ziele , die ihm eher machbar erscheinen .
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Die kleine , unscheinbare Warze bohrt sich in die Fingerkuppe des rechten Zeigefingers . Hier muss ich mich mit aller Kraft festhalten , nur dann ist der weite dynamische Zug an den Fingerschlitz möglich .
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Das kostet zu viel Zeit , um sie für das schwierige Nachgreifen freizubekommen .
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Ihre Anweisungen helfen mir in diesem Moment sehr viel , und es geht auch gleich deutlich besser .
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Nur um wenige Millimeter verfehle ich den Griff .
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Wir wandern ein wenig umher und schauen uns den neuen kleinen Klettergarten an .
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Dann auch das Bschüttigütti .
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Wiederum bekunde ich Mühe , die Bewegung im entscheidenden Moment genau zu erfühlen und zu kontrollieren .
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Vor dem dynamischen Zug nehme ich noch zu viel Schwung , was bei der Kleinheit der Griffe ohnehin ein Unsinn ist .
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Ich spüre nur , dass etwas noch nicht ganz stimmt .
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Beim Losklettern frage ich mich kurz , ob sie wohl ungeduldig ist oder ob andere Überlegungen dahinterstecken .
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Bestimmt würde sie mich noch einen weiteren Anlauf machen lassen , selbst wenn ich genau weiss , dass Konzentration und Kraft dazu nicht mehr ausreichen , dass die Haut an der Fingerspitze bald durchreisst und bei aller Feilscherei um einen fünften Versuch dieser mit Sicherheit danebengehen würde .
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Die weiten Züge erfordern volle Aufmerksamkeit .
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Ein kurzes Nachfassen und ich habe ihn richtig in der Hand .
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Einhängen des letzten Hakens und ein entschlossener weiter Zug an den Ausstiegsgriff .
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Die letzten Sonnenstrahlen und die freundliche Sicherungshilfe von Ernst Müller - er ist alleine hier oben unterwegs - erlauben uns sogar noch , den Quergang ein zweites Mal zu klettern , dabei einige Bilder zu machen und den schönen Moment noch etwas auszukosten .
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In bester Laune packen wir unsere Sachen zusammen und verabschieden uns von diesem einzigartigen Ort .
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■rlebnis Selbsanft-Nordgrat
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Albert Schmidt , Engi ( GL )
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Für das Wochenende vom 28./29 . September 1985 habe ich mich mit meinen Seilkameraden Johann Stoffel und Harry Zweifel verabredet .
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Besonders Harry , der im Tierfed unter den Selbsanftwänden aufgewachsen ist , freut sich , endlich einmal auf die hohe Spitze zu kommen , auf der schon sein Vater zur Zeit des Kraftwerkbaus gestanden hat .
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Bei einer Wasserfassung der KLL beginnt oben in der rechten Felswand der ( Birchen-gang> , ein schmales , abschüssiges Schrofen 41 und Felsband , das steil zur untersten Schulter der Nordflanke hinaufzieht .
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Eine halbe Stunde nach Einbruch der Dunkelheit beginnt sich oben hinter den Muttsee-wänden eine Helligkeit am dunkelblauen Nachthimmel auszudehnen , und um 20.30 Uhr steigt der Vollmond über dem Kamm des Kistenpasses auf .
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Er leuchtet direkt in unsere Höhle , und mit zunehmender Höhe fällt sein 42____________________________________ mildes Licht in die Tiefe der Limmeren-schlucht , breitet einen transparenten Schleier über die vorher harten , tiefschwarzen Flächen und Konturen der Bergwände .
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Wahrscheinlich kommen wir wieder einmal hierher , aber eine solche Nacht werden wir wohl nie mehr erleben können .
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Allmählich nähert sich der Mond der hohen Horizontlinie des Selbsanft , berührt sie und verschwindet .
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In unserer Balm wird es dunkel , und wir schlüpfen in die Schlafsäcke .
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Auf den Leisten und Bändern liegt wohl viel Schutt , aber die steilen Vollmondnacht im Biwak Luegboden Aufschwünge bestehen aus recht gutem Jura-Malmkalk .
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Eine Zone aus stark verwittertem , braunem Gestein erheischt anschliessend wieder vorsichtiges Klettern .
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Die Firnflächen der Claridengruppe und die Gletscher des Tödi leuchten blendend weiss in der Morgensonne , während im schon weit unten liegenden Tal immer noch dunkle Schatten lagern .
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Als alte Schlaumeier wissen wir , wie man eine solche Stelle anpackt :
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Bald einmal sind wir an der Reihe , uns mit dieser tückischen Stelle auseinanderzusetzen .
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Neben dem Klotz des Mittler Selbsanft thront im Süden der Tödi in seiner ganzen Wucht über den Matten und Felsen des Bifertenalpli und der Röti .
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Drüben aus der schuttgrauen Mulde zwischen Nüschenstock und Ruchi schaut das blaue Auge des Muttsees hervor , und rechts davon können wir noch die gleichnamige Hütte entdecken .
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Talwärts gewandt , fasziniert uns der überwältigende Tiefblick fast 2000 Meter hinunter ins Tierfed , in die Abgründe der Sandalp , des Limmerentobels und der Linthschlucht .
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Auf den Höhen des Selbsanftmassivs Wir klettern vom Gipfelturm hinunter und wandern über die öde Gratsenke zum Mittler Selbsanft , den wir nach derTraversierung eines Geröllhangs durch ein Firncouloir ersteigen .
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Oben auf dem Plateau öffnet sich ein weiter Horizont unter einem ebenso weitgespannten Himmel .
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Über die weitgeschwungenen Höhenrücken von Plattas Alvas gelangen wir im Glanz der Firnfelder südwärts .
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Hier oben , auf dem gewölbten , rauhen Rücken des mächtigen Berges , wird die Verlassenheit und die Urtümlichkeit dieser Region beinahe körperlich spürbar .
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Wir werden zunächst über die exponierte , drahtseilgesicherte Wand zum SeeEnde hinabsteigen müssen , um dann in der nachmittäglichen Hitze dem Pfad folgen zu können , der sich in ständigem Auf und Ab dem steil abfallenden Ufer des Limmerensees entlangzieht .
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■rinnerungen Piz Buin und Piz Platta
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Aber aufgeschoben ist nicht aufgeho- ben , denn ein solches Versprechen wirkt weiter , macht sich bemerkbar , bleibt als ständiger leiser Vorwurf bestehen .
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Soeben habe ich am Fusse der Crasta Mora , auf einem südexponierten Hang gepicknickt .
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Meine Augen folgen ihm , bis er in der Ferne verschwindet , und meine Gedanken schweifen zurück . Zurück zu den Skitouren der Sektion Bernina auf den Piz Buin und den Piz Platta .
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Wenn ich mich jetzt zu erinnern versuche , was damals vorgefallen ist , muss ich geste hen , dass mir viele kleine , lustige Einzelgeschichten und Anekdoten , die sich in der Gruppe abgespielt haben , nicht mehr vollständig präsent sind .
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Bei einzelnen Vorkommnissen haben sich die Konturen zum Teil verwischt , sie wirken verschwommen und leben erst dann wieder auf , wenn zu gegebener Zeit , in Anwesenheit der damaligen Teilnehmer , die Eindrücke rekonstruiert werden können .
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so zum Beispiel die Schmerzen , die eine Blase beim Laufen verursacht , der Tanz mit hohen Bergschuhen in einer kleinen , getäferten Wirtsstube im abgelegenen Maiensäss , die Wolkenbilder , die am Fuss des Piz Platta bei einem Wirbelsturm entstanden , oder die Laute der Schneehühner , die frühmorgens beim Wegmarsch von der Buinhütte zu vernehmen waren .
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Für mich wäre es nun sinnlos , die ganze Tour schriftlich nachzuvollziehen , vielleicht auch zu mühsam , die Erinnerungsbruchstücke aneinanderzureihen .
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Immer wieder frage ich mich - fragt sich wohl jeder - , weshalb man in aller Frühe aufsteht , bei klirrender Kälte schlotternd am Parkplatz bei der Post in St. Moritz Bad auf die Tourenkameraden wartet , einen langen , beschwerlichen Aufstieg auf sich nimmt und schwierige Passagen bei der Abfahrt meistert .
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Trotzdem bieten die Berge dem mit Schwierigkeiten behafteten Menschen keinen Ausweg aus einem unerfüllten Leben .
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Jeder von uns verfügt über einen Lebensraum , der ihm mehr oder weniger vertraut ist .
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Man pflegt zu sagen , der Mensch sei ein ( Gewohnheitstier ) , doch stets wird die andere , neue Welt , die <Terra incognita ) , eine Morgenstimmung im hintersten Val Tuoi grosse Anziehungskraft ausüben .
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Denn damit dieses Leben lebenswert sein kann und auch eine gewisse Spannung enthält , damit der Mut zum Risiko nicht vergeht , braucht und sucht jeder für sich ihm noch ferne oder sogar noch unbekannte Lebensbereiche .
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Eine Tour wird zum Genuss , zum Erlebnis , wenn äussere und innere Natur in Einklang stehen und sich verbinden können .
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Lässt man sich dann genügend Zeit , mag es sogar gelingen , nicht nur äusseren Geheimnissen auf die Spur zu kommen , sondern auch einen Weg zu seinem inneren Wesen zu finden .
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iweimal Rheinwaldhorn
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Peter Donatsch , Mastrils
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Ein strahlender Augustmorgen .
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Aber noch bin ich im Büro eingeschlossen , und so scheinen sich die Morgenstunden endlos in die Länge zu ziehen .
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George holt mich ab .
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George ist Hotelier und trägt die ganze Woche piekfeine Anzüge , alles perfekt assortiert .
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Ich sehe ihn vor mir , wie er diskret durch die Hallen schreitet , sich in höflichster Art seinen Gästen widmet , in fünf Sprachen sich fliessend mit ihnen unterhält , Lob freundlich lächelnd entgegennimmt und bei Tadel sofortige Abhilfe verspricht .
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Doch noch fast lieber trägt George Jeans und steigt auf Berge .
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Bis Ilanz sprechen wir noch von Geschäft und Arbeit , aber dann auf der Fahrt durchs enge Tal den Valserrhein entlang nimmt uns die Bergwelt endgültig gefangen .
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<ln den Bergen ist der direkteste Weg nicht immer der beste ) , doziere ich fachmännisch und plädiere dafür , nicht weiter über die Gletscherzunge abzusteigen , sondern den Umweg über die Geröllflanke zu nehmen .
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Gesagt , getan .
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Doch dafür versperrt uns nun der vom Regen stark angeschwollene Bach den Weiterweg .
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George versucht sein Glück an einer breiten Stelle , wo einige Blöcke im Bachbett ein Springen von Insel zu Insel erlauben sollten .
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Ich hingegen folge dem Bach talauswärts , in der Hoffnung , noch auf eine schmälere Stelle zu treffen .
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Das erweist sich jedoch als Irrtum , da neue Zuflüsse das Gewässer nur noch verbreitern .
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Somit gibt es nur eines :
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Wir <schwimmen> buchstäblich auf dem Weglein abwärts , um der Sonne entgegenzueilen , die im untersten Teil der Lampertschalp - welch ein Hohn - den ganzen Vormittag geschienen hat .
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Zwei , drei vorsichtige Schritte - dann verliere ich erneut das Gleichgewicht .
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Pius hat mindestens eine Viertelstunde Vorsprung .
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Für uns aber ist es nur ein Schritt auf dem Weg zu jenem Ziel , zu dem wir während unseres ganzen Lebens unterwegs sind .
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Wv
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ss Wändli
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Willy Auf der Maur , Seewen ( sz )
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Der Gr .
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Wo sie fehlt , erstarren Gesichter zu Masken , verkommen Gespräche zu Gerede , bleiben Seilstränge in den Ästen hängen ( weil der eine Kletterer rechts , der andere links der Legföhre aufsteigt ) .
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Harmonie braucht meist wenig Worte , ist diskret , leise , so leise , wie es unsere Schritte heute sein möchten , im Bergwald und in den ersten , gestuften Felsen über den Baumwipfeln .
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Die Einstiegsplatte Schweigen könnte auch eine Art Egoismus sein , vermute ich , und da ich bei meinen beiden Weggefährten - Neulingen im Umgang mit bestandenen Bergsteigern - nicht den Eindruck von Selbstsucht oder Eigenbrötelei erwecken möchte , fühle ich mich am eigentlichen Einstieg zum Wyss Wändli , der leichtesten der Westwandrouten am Grossen Mythen , bemüssigt , Akzente in die tote Stille zu setzen .
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Visionen tauchen in mir auf :
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verkniffene Gesichter , Gestalten , die auf den Knien über die geschliffene , helle Fläche hinaufkriechen , die zwei grossen Obdörfler , die wie Rosenkranzperlen am Ende meines Seils hängen , nachdem der eine ins Rutschen gekommen und den andern aus dem Stand gerissen hat .
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<lch will euch aber sagen , wie sie problemlos zu meistern ist> , füge ich gnädig lächelnd hinzu .
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Die Gesichtszüge von Susi und Ruedi entspannen sich .
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Hätte die Goldrose , wie die Blume bei uns genannt wird , ihren formvollendeten Kelch im Winde gewiegt , mein Mund wäre ein weiteres Mal übergelaufen , wie er es auch schon in der ersten halben Stunde unseres Aufstiegs , im Mythenbann , getan hatte , als wir an einem zweimal mannshohen grünlichgrauen Felsblock vorbeiwanderten .
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So hatte ich denn versucht , den blonden , ernsten Buben vor ihr geistiges Auge zu zaubern , wie er , die Kante des Blocks nur gerade mit Kopf und Brust überragend , inmitten eines Meeres silbern aufblitzender Blätter mit ausgebreiteten Armen sein <Gloria in excelsis Deo> in den Wald hineinsang , begleitet vom hellen Gezwitscher der Vögel und dem ernsten Gemurmel bärtiger Tannen .
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die aufgerichtete , seitlich eingeknickte Deichsel des Leiterwägeiis , das möglicherweise bereits mit dürren Asten beladen , vielleicht aber auch noch leer war .
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Auf der Rampe Inzwischen sind meine Gefährten unbeschadet bei mir angekommen , und so kann ich die zweite Seillänge in Angriff nehmen .
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Ich aber muss zu meiner Schande gestehen , dass mich in diesen fünf , sechs Metern schon öfters eine leichte Unruhe überfallen hat .
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Unser Heil liegt drüben , hinter einer abschüssigen , grasdurchsetzten Rippe , in einem System von Rinnen und Bändern .
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Das Genecand-Gesims Fragen Sie niemanden , wo dieses zu finden sei .
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die Kletterfinken mit den Hanfsohlen in den Rucksack , die Tricouni-Bergschuhe heraus .
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Die Tricouninägel , zu gezackten Randbeschlägen aneinandergereiht , haben seinerzeit den Alltag in den Bergen auf den Kopf gestellt .
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Nicht ganz zu Unrecht , denn die Tricouninägel waren wie kleine , hungrige Raubtiere :
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Im harten Firn , im Geröll , im rauhen Granit , überall bissen sie herzhaft zu .
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Hier waren sie in ihrer Gier kaum mehr zu bremsen , und deshalb war die Zeitepoche der Tricouninägel auch diejenige der grossen Grasrouten .
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<Warum ich euch so erheitert entgegenblicke ? )
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Susi und Ruedi schauen mich erwartungsvoll an .
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Aber dies geschah halt eben in einer Zeit , die Ihr nicht mehr gekannt habt ... in der heroischen Zeit des Tricouninagels ! )
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Im Banne des Wyss Wändli Wir klettern flüssig weiter , schräg aufwärts , der Wand entlang .
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( Hohlwangig bist du geworden , pocken narbig dein hellgefleckter Stamm , trocken und klapprig das in den Rissen der Wand verankerte Wurzelwerk , schütter dein Blätterdach .
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Aber heute ?
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Heute liebe ich dich wie einst , das Seil aber hänge ich wenig daneben in den Bohrhaken ein , den ich vor Jahren noch verflucht habe , weil er dir den Rang ablaufen wollte . )
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Aus der Enge der Rinne , die uns in hoher Wand die Geborgenheit einer <guten Stube ) vermittelt , wandert unser Blick in die Tiefe , auf ein Meer spitzer Tannenwipfel , auf grüne Matten und einen Ausschnitt des Talbodens von Schwyz , aus dem die Geräusche des Alltags zu uns heraufdringen .
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In der Jubiläumsausgabe der ALPEN ( 2/1963 ) zum 1OOjäh-rigen Bestehen des SAC wird über Genecand nämlich unter anderm berichtet , dass er als tüchtiger , unerschrockener Gänger mehr als zwanzigmal den Grépon - den Prüfstein der damaligen Elite - überschritten und dabei ungezählte Anfänger in die Mühen und Freuden des Kletterns eingeführt habe .
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( Seht ihr dort oben , links über der Schlucht , die Schlingen in der Wand ?
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Dort ist der Quergang der südlichen Westwand , die ich einmal mit Thedy gegangen bin .
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Susi lacht , Ruedi auch , ich lache , unsere ganze kleine Welt lacht mit :
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Wie möchte ich meinen Begleitern doch den eindrucksvollen Tiefblick gönnen !
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An meinem Seil befand er sich , weil er vernommen hatte , dass auch schon Vertreter des schönen Geschlechts über das Wyss Wändli geklettert seien .
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( Was das Weibervolk kann , kann ich auch ! )
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hatte er darauf selbstsicher verkündet und sich bei mir auf die Warteliste für die begehrte Wandroute setzen lassen .
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Es ist ihm an meinem Seil an diesem Tag auch wirklich nichts passiert , dem Seffi !
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Das Ausstiegswändli Nebelschwaden hin oder her , die Freude am Ausstiegswändli können sie uns nicht verderben .
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Hier und jetzt , über der Legföhre , unter der ich durchgeschlüpft bin , mitten in der Wandstufe mit den sauberen , waagrechten Leisten müsste man mich fragen , warum ich klettere .
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<Weil ich die Mutter Erde liebe , sie streicheln und liebkosen will , aber nicht kriechen mag ! ) würde ich antworten .
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Kein Mensch , nicht einmal unsere alpinen Lehrmeister , hätten uns damals erklären können , wie das technische Klettern geht .
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Von allen Nachteilen abgesehen , verschaffte mir diese ( Technik ) in kurzer Zeit ganz hübsche Oberarmmuskeln , während sich Franz , der um die Weichteile angeseilt war , zunehmend über Bauchschmerzen beklagen musste .
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Ich weiss die Staude mit den starkduftenden Blüten in geschützten , trockenen Felswinkeln , allüberall in den südgewandten Flanken der Mythen , an Stellen , welche die Sonne schon im April auszubrennen pflegt , wenn die Bergsteiger noch von Felsinsel zu Felsinsel hüpfen , um dem dahinfaulenden Schnee auszuweichen .
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Zu Seidelbast unterhalte ich eine fast mystische Beziehung , aber zu Pfefferminz ... !
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Die Mythenmatt-jene auffällige , schiefe Grasfläche unter dem rötlichen Gipfelkopf-wurde früher tatsächlich nicht nur von Gemsen beweidet .
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Wie es auch sei , es geht auch mit Gummischuhen , heutzutage , allen Unkenrufen der Nachkriegszeit zum Trotz .
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( Eure Gummisohlen mögen ja recht und gut sein , aber wenn euch einmal auf der Mythenmatt ein Regenschauer überrascht , dann möchte ich euch sehen ... nasses Gras und Gummi , das wirkt doch wie Schmierseife .
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Es war Köbel , der Bildhauer und phantasiereiche Unterhalter , und er war nur einer von den vielen Skeptikern .
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Ist dies nicht ein Grund , sein Andenken noch besonders in Ehren zu halten !
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Jeder Mensch trägt eine Galerie in sich , die er nach eigenem Wunsch mit Bildern bestük-ken kann .
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Eine Örtlichkeit , wo sich solche Bilder sammeln lassen , ist das Rot Grätli am Gipfelkopf des Grossen Mythen .
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Die Bilder sind hier dreidimensional , gehen in die Höhe , in einen Himmel , an dem die rote Schweizerfahne flattert , in die Weite , zum Zürichseebecken , zum Alpstein , in die Urner und Unterwaldner Alpen , in die Tiefe , auf die dunkeln Wälder und blühenden Weiden des Alptals , auf den bunt gefleckten , mit Seen geschmückten Talkessel von Schwyz .
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Zuoberst schliesst sich der Kreis Das Rot Grätli trägt uns in schiefrigem Fels und auf weichen Rasenpolstern in Kürze auf die felsige , karge Gipfelfläche .
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Auch uns drückt man , wie erwartet , ein funkelndes Glas in die Hand .
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Ich hab's ja immer gesagt :
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Harmonie ist das A und 0 der ganzen Bergsteigerei !
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Es muss nicht immer Bilderbuchwetter sein : Aufbruch vom Einstiegssattel der Wyss-Wändli-Route am Gr .
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Mythen .
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