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■rinnerungen Piz Buin und Piz Platta
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Romedi Reinalter , S-chanf
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Piz Platta im Oberhalbstein
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Die Skitouren der SAC-Sektion Bernina auf den Piz Buin und den Piz Platta in den Rhätischen Alpen gehören schon lange der Vergangenheit an .
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Dies erinnert mich an mein den damaligen Teilnehmern gegebenes Versprechen , die persönlichen Eindrücke niederzuschreiben , ebenso aber auch an die Gründe , warum es dann doch nicht dazu gekommen ist .
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Einmal in den hektischen Alltagsbetrieb zurückgekehrt , musste bald diesem , bald jenem Priorität gegeben werden , so dass vieles , das auf den ersten Blick weniger von Belang erschien , auf die lange Bank geschoben wurde .
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Aber aufgeschoben ist nicht aufgeho- ben , denn ein solches Versprechen wirkt weiter , macht sich bemerkbar , bleibt als ständiger leiser Vorwurf bestehen .
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Soeben habe ich am Fusse der Crasta Mora , auf einem südexponierten Hang gepicknickt .
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Unten in der Talebene , wo sich noch eine dünne , aber harte Schneeschicht hat halten können , gleitet ein Langläufer den schneefreien Rändern des einstigen Bachverlaufs des Beverin ausweichend , leicht auf und absteigend dahin .
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Meine Augen folgen ihm , bis er in der Ferne verschwindet , und meine Gedanken schweifen zurück .
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Zurück zu den Skitouren der Sektion Bernina auf den Piz Buin und den Piz Platta .
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Wenn ich mich jetzt zu erinnern versuche , was damals vorgefallen ist , muss ich geste hen , dass mir viele kleine , lustige Einzelgeschichten und Anekdoten , die sich in der Gruppe abgespielt haben , nicht mehr vollständig präsent sind .
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Bei einzelnen Vorkommnissen haben sich die Konturen zum Teil verwischt , sie wirken verschwommen und leben erst dann wieder auf , wenn zu gegebener Zeit , in Anwesenheit der damaligen Teilnehmer , die Eindrücke rekonstruiert werden können .
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Davon ausgenommen sind natürlich jene Erleb- Nächste Doppelseite :
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Im Aufstieg über den Ostgrat von der Fuorcla Buin zum Piz Buin Grond nisse , denen eine starke subjektive Komponente anhaftet .
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Wenn irgendwann , irgendwo das Vergangene , das noch nicht vollständig verdaut ist , wie ein Film im Eiltempo sich abspult , gelange ich oft zu einer differenzierteren Betrachtungsweise oder sogar zu einer anderen Sicht der Dinge .
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Jede Tour setzt sich aus einer Aneinanderreihung von vielen einzelnen Details zusammen , die erst in ihrem gegenseitigen Verhältnis wieder einen Gesamteindruck vermitteln .
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Eigentlich nichts Aussergewöhnliches , etwas , das sich im täglichen Leben im Gemsen , eine auf Skitouren stets wieder anzutreffende Wildart mer wieder abspielt .
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Eine Tour kann aus grandiosen Eindrücken bestehen , aber es kann auch sein , dass Einzelheiten eine derart grosse Bedeutung erhalten , dass sie alles andere überstrahlen ;
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so zum Beispiel die Schmerzen , die eine Blase beim Laufen verursacht , der Tanz mit hohen Bergschuhen in einer kleinen , getäferten Wirtsstube im abgelegenen Maiensäss , die Wolkenbilder , die am Fuss des Piz Platta bei einem Wirbelsturm entstanden , oder die Laute der Schneehühner , die frühmorgens beim Wegmarsch von der Buinhütte zu vernehmen waren .
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Für mich wäre es nun sinnlos , die ganze Tour schriftlich nachzuvollziehen , vielleicht auch zu mühsam , die Erinnerungsbruchstücke aneinanderzureihen .
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Immer wieder frage ich mich - fragt sich wohl jeder - , weshalb man in aller Frühe aufsteht , bei klirrender Kälte schlotternd am Parkplatz bei der Post in St. Moritz Bad auf die Tourenkameraden wartet , einen langen , beschwerlichen Aufstieg auf sich nimmt und schwierige Passagen bei der Abfahrt meistert .
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Draussen in der Natur kann ich mehr Abstand zum Alltäglichen und vertieften Zugang zu mir selber gewinnen .
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Es ist nicht so , dass ■<©•■ .
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Die beiden Buin , Piz Buin Grond und Piz Buin Pitschen , im Silvrettagebiet ( Unterengadin ) Flechtengesellschaft im Sonnenlicht ich den Schwierigkeiten entgehen möchte , im Gegenteil .
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Die dabei gewonnene Distanz bietet mir die Möglichkeit , das , was mich beschäftigt , von einer anderen Seite anzupacken oder nach neuen Wegen zu suchen .
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Es kam schon vor , dass es mich in meiner periodisch auftretenden Isoliertheit grosse innere Überwindung kostete , an einer Sektionstour teilzunehmen , von der ich dann aber frohen Mutes und in meiner inneren Welt bestärkt zurückkehrte .
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Dabei Messen sich öfters gute Lebensgefühle , die in schwierigen Zeiten um so seltener werden , wieder erwecken .
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Trotzdem bieten die Berge dem mit Schwierigkeiten behafteten Menschen keinen Ausweg aus einem unerfüllten Leben .
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Jeder von uns verfügt über einen Lebensraum , der ihm mehr oder weniger vertraut ist .
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Dies ist sein Alltag , in dem es gilt , sich durchzuschlagen .
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Man pflegt zu sagen , der Mensch sei ein ( Gewohnheitstier ) , doch stets wird die andere , neue Welt , die <Terra incognita ) , eine Morgenstimmung im hintersten Val Tuoi grosse Anziehungskraft ausüben .
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Denn damit dieses Leben lebenswert sein kann und auch eine gewisse Spannung enthält , damit der Mut zum Risiko nicht vergeht , braucht und sucht jeder für sich ihm noch ferne oder sogar noch unbekannte Lebensbereiche .
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Wenn ich allein und mit offenen Sinnen durch die Landschaft schweife , spüre ich bisweilen , wie es zu einer subtilen Berührung zwischen der Natur und dem Menschen kommt .
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Eine Tour wird zum Genuss , zum Erlebnis , wenn äussere und innere Natur in Einklang stehen und sich verbinden können .
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Lässt man sich dann genügend Zeit , mag es sogar gelingen , nicht nur äusseren Geheimnissen auf die Spur zu kommen , sondern auch einen Weg zu seinem inneren Wesen zu finden .
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